Call Optionsscheine
Der Call Optionsschein wird oftmals auch nur kurz als Call Option oder noch verkürzter als Call bezeichnet. In der Börsen- und Finanzsprache weiß also jeder Händler was gemeint ist, wenn man der Kauf eines Calls als Order aufgibt. Praktisch funktioniert der Call Optionsschein so, dass man beispielsweise mit dem Erwerb dieses Optionsscheins das Recht erwirbt, zum Beispiel die SAP Aktie zu einem Preis von 40 Euro zu erwerben. Im Folgenden hat man dann jederzeit während der Optionsfrist das Recht (amerikanische Option), diesen Basiswert auch zum festgelegten Kurs zu erwerben. Ausüben wird man diese Option natürlich nur dann, wenn der in den Optionsbedingungen festgeschriebene Preis auch unter dem aktuellen Kurs liegt, zu dem der Basiswert an der Börse notiert wird. Dieser aktuelle Kurs sollte sogar einige Prozent über dem im Optionsschein verbrieften Preis liegen, weil man natürlich noch die Gebühren in Form der Optionsprämie mit berücksichtigen muss. Bei den Börsianern sagt das Verhältnis von gekauften Call-Optionen zu den Put-Optionen auch etwas darüber aus, wie die Stimmung am Markt im Allgemeinen ist. Werden deutlich mehr Calls als Put gekauft, haben die meisten Börsianer eine positive Einschätzung bezüglich der zukünftigen Kursentwicklung an den Märkten.