Omega - Optionsscheine Definition
Zur Verdeutlichung der Tatsache, dass das Omega genauer ist als der reine Hebel, folgendes Rechenbeispiel. Ein Optionsschein verspricht einen (theoretischen) Hebel von drei, was bedeutet, der Preis des Optionsscheins würde um drei Prozent steigen, wenn der Kurs des Basispreises um ein Prozent steigt. Der Anleger würde hier also davon ausgehen, dass er einen dreimal so hohen Gewinn bei Kurssteigerungen des Basiswertes erzielen kann, als es bei einem direkten Investment in den Basiswert möglich wäre. Das Delta liegt bei diesem Optionsschein allerdings nicht bei 1, sondern bei 0,60, weil der Optionsschein relativ nahe am Geld liegt, sich also demnach nur geringfügig im Geld befindet. Multipliziert man nun dieses Delta von 0,6 mit dem (theoretischen) Hebel von drei, dann ergibt sich als Produkt ein Omega von 1,8. Der Anleger würde also nur knapp den doppelten Gewinn im Vergleich zum Direktinvestment erzielen und nicht den dreifachen Gewinn, wie es durch den Hebel "versprochen" wird.