
Die Begriffe "Call" und "Put" gehören ganz eindeutig zum
Basiswissen rund um den Bereich Optionsscheine, deren
Bedeutung jeder Anleger vor dem ersten Investment in
Optionsscheine auf jeden Fall kennen sollte, denn ansonsten
kann man mit dem Investment unter Umständen genau das
Gegenteil erreichen, was man eigentlich vor hatte. "Call"
kann dabei auch mit kaufen übersetzt werden und "Put" mit
verkaufen. Neben vielen anderen Kriterien, nach denen man
die am Markt angebotenen Optionsscheine voneinander
unterscheiden kann, werden die Optionsscheine zunächst
einmal in zwei Hauptkategorien eingeteilt, nämlich eben in
Call- oder Put-Optionsscheine, auch kurz als Call- oder Put-Option
oder als Call und Put bezeichnet. Der Kauf eines
Call-Optionsscheins eignet sich für Anleger, die davon
ausgehen, dass der im Optionsschein verbriefte Basiswert,
also die Aktie oder der Index, auf den sich der
Optionsschein bezieht, zukünftig im Kurs steigen werden.
Durch den Erwerb einer Call-Option erwirbt man nämlich das
Recht, den Basiswert zu einem bestimmten Kurs kaufen zu
dürfen. Da dieses der Fall ist, kann man natürlich durch den
Call-Optionsschein auch nur für den Fall einen Gewinn
erzielen, wenn der Kurs des Basiswertes an der Börse in der
Zukunft steigt. Denn nur dann hat man die Möglichkeit, den
Basiswert zu einem höheren Kurs mit Gewinn zu verkaufen, als
man den Basiswert aufgrund des Optionsscheins kaufen darf.
Beim Put-Optionsschein ist es hingegen so, dass man durch
den Erwerb dieser Art des Optionsscheins das Recht erhält,
den Basiswert zu einem festgelegten Kurs zu verkaufen. In
diesem Fall hofft man als Inhaber des Optionsscheins
natürlich auf zukünftig fallende Kurse des Basiswertes, weil
man diesen dann beim Ausüben der Options zunächst zum
festgelegten Preis "leer" verkaufen kann, um den Basiswert
dann anschließend zu einem geringeren Kurs kaufen zu können,
sich also damit einzudecken. Zum Ausüben der Option ist im
Übrigen noch ergänzend zu erwähnen, dass fast kein Inhaber
von Optionsscheinen von diesem Recht in der Praxis wirklich
Gebrauch macht, sondern der erhoffte Gewinn ergibt sich
bereits daraus, dass der Wert des Optionsscheins an sich
steigt und man daher durch den Verkauf des Optionsscheins
bereits den erhofften Gewinn erzielen kann, eine wirkliche
Ausübung der Option ist dafür gar nicht notwendig.
Zum Optionsschein
Tutorial
Zum Broker
Vergleich