
Bei den Optionsscheinen handelt es sich um ein sehr
spekulatives Finanzprodukt, dass nicht zur langfristigen
Geldanlage geeignet ist, was auch schon aus dem Grund in der
Praxis nicht funktionieren kann, weil die Optionsscheine in
der Regel nie länger als zwei Jahre an Laufzeit aufweisen.
Bezüglich der Risiken muss man als Anleger beim
Optionsschein auf jeden Fall wissen, dass man sein gesamtes
Kapital, welches man in den Optionsschein investiert, auch
verlieren kann. Es droht also im Grunde jederzeit ein
Totalverlust. Zustande kann ein solcher Totalverlust dann
kommen, wenn der in einem Call-Optionsschein festlegte Preis
für den Basiswert deutlich über dem aktuellen Kurs des
Basiswertes liegt. In solch einem Fall ist der Optionsschein
im Grunde wertlos und der Anleger kann den Optionsschein nur
noch unter sehr großen Verlusten wieder verkaufen bzw. es
findet sich mitunter Niemand mehr, der den Optionsschein
überhaupt noch kaufen möchte. Den hohen Risiken stehen auf
der anderen Seite aber auch Chancen auf einen sehr hohen
möglichen Gewinn gegenüber. Durch den Hebel, auch als
Leverage bezeichnet, kann man je nach Restlaufzeit und
Ausstattung des Optionsscheins mitunter innerhalb von
wenigen Wochen einen Gewinn von mehreren hundert Prozent
erzielen, wenn sich der Basiswert vom Kurs her in die
gewünschte Richtung entwickelt. Steigt der Kurs der Aktie X
als Basiswert zum Beispiel um zwanzig Prozent, was manchmal
sogar innerhalb einer Woche passieren kann, würde man mit
einem Optionsschein mit einem Hebel von 10 einen Gewinn von
200 Prozent erzielen können. Solche Entwicklungen stellen
natürlich einen Idealfall dar, sind aber in der Praxis
durchaus möglich.
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